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Schmerzerkrankung - Bandscheibenvorfall
Der Rückenschmerz ist ein zentrales Problem unserer Zeit durch die Vielzahl der Betroffenen und die Höhe der verursachten Behandlungskosten.
Bandscheibenerkrankungen bedingen langdauernde Arbeitsunfähigkeiten, aufwändige Rehabilitationsmaßnahmen und führen nicht selten zur Frühinvalidität. In Deutschland leidet jeder Dritte ständig unter Rückenschmerzen und nur etwa jeder fünfte Erwachsene bleibt von Rückenschmerzen verschont. Das ist ein Grund, dass die meisten zum Thema Rückenschmerz und auch Bandscheibenvorfall etwas zu sagen haben.
Die Bandscheiben liegen als Puffersubstanz zwischen den benachbarten Wirbelkörpern. Nur zwischen dem ersten und zweiten Halswirbelkörper befindet sich keine Zwischenwirbelscheibe.
Man sagt, dass die Bandscheibenveränderungen mit entsprechenden Beschwerden das Tribut sind, welches wir Menschen für unseren aufrechten Gang zu zahlen haben. Vierfüßler entwickeln im allgemeinen keine Bandscheibenschäden und keinen Bandscheibenvorfall. Nur der Dackel stellt, aufgrund seiner besonderen Anatomie, eine Ausnahme dar. Bei kurzen Beinen und langem Rumpf hängt seine Wirbelsäule ständig, ähnlich einer Knickbildung, durch. Durch diese Wirbelsäulenstatik kann unser kleiner Freund, der Dackel, ebenfalls einen Bandscheibenvorfall (Dackellähmung) erleiden.
Von oben nach unten betrachtet zeigt die Halswirbelsäule eine Krümmung nach vorn (Halslordose), die Brustwirbelsäule eine Neigung nach hinten (Brustkyphose) und die Lendenwirbelsäule wieder eine Neigung nach vorn (Lendenlordose). Das Kreuzbein ist mit Schwingung nach hinten starr, da die Kreuzbeinwirbel knöchern miteinander verbunden sind. Zwischen ihnen gibt es keine Bandscheiben. So resultiert in der Seitbetrachtung eine doppelt-S-förmige Schwingung der Wirbelsäule.
Bandscheibendegeneration bzw. -vorfälle entstehen am häufigsten im Übergangsbereich von einer Schwingung in die nächste, vor allem in den unteren Halswirbelsäulen- und noch viel häufiger in den unteren Lendenwirbelsäulensegmenten. Im Lendenwirbelsäulenbereich kommt als zusätzliches bandscheibengefährdendes Moment hinzu, dass die frei bewegliche Lendenwirbelsäule (mit Bandscheiben) in das feste kompakte Kreuzbein (ohne Bandscheiben) übergeht und dadurch starke Schwerkräfte wirksam werden. Eine weitere Ursache dafür, dass ein Bandscheibenvorfall in den 2 unteren Etagen der Lendenwirbelsäule gehäuft auftritt, besteht darin, dass in dieser Höhe der dorsale Bandscheibenring nicht mehr genügend durch das hintere Längsband stabilisiert ist. Unterhalb des dritten Lendenwirbelkörpers nimmt die Festigkeit des hinteren Längsbandes deutlich ab, insbesondere im äußeren Abschnitt der hinteren Bandscheibenbereiche. 62 % aller pathologischen Bandscheibenveränderungen sind deshalb in der unteren LWS lokalisiert. Zieht man die Bandscheibenvorfälle heraus, so verteilen sich 95 % davon auf die Segmente L4/L5 und den Lendenwirbelsäulen-/Kreuzbeinübergang.
Weitere Informationen zu den Ursachen und vor allem zur Therapie finden Sie unter: www.1-ruecken-schmerzen.de/bandscheibenvorfall/
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Schmerzerkrankung - Fibromyalgie
Nach vorsichtigen Schätzungen leiden in Deutschland mehr als 2 Millionen Menschen an einer Fibromyalgie. Damit ist die Fibromyalgie keineswegs eine seltene, sondern eine häufige Erkrankung.
Der Begriff "Fibromyalgie" oder "Fibromyalgie -Syndrom" wurde von Hench 1976 eingeführt und von Yunus et al. 1981 weiter diagnostisch definiert. Er ersetzt die früheren Begriffe "Fibrositis" der anglo-amerikanischen Literatur oder "generalisierte Tendomyopathie" im deutschsprachigen Raum.
Es handelt sich bei der Fibromyalgie um eine "problematische" Erkrankung, da einer Fülle von Beschwerden das Fehlen von "harten" Befunden gegenüber steht. Die durchgeführten Laboruntersuchungen ergeben ebenso wenig pathologische Auffälligkeiten, wie die bildgebenden Verfahren.
Die Fibromyalgie stellt immer eine Ausschlussdiagnose dar, die sich ausschließlich auf die subjektiven Beschwerden des Patienten in Form ausgedehnter Schmerzregionen sowie die Diagnosekriterien des American College of Rheumatologie (nach Wolfe et al. 1990) stützt.
Die Patienten/innen klagen über diffuse Schmerzen am ganzen Körper, bevorzugt in der Lumbal- und Cervicalregion, aber auch in den Extremitäten und der Kieferregion. Weiterhin finden sich funktionelle und vegetative Beschwerden, wie Schlafstörungen, leichte Ermüdbarkeit, Morgensteifigkeit, allgemeine Leistungsschwäche, manchmal Spannungskopfschmerz oder Migräne.
Die Fibromyalgie führt zu folgenden Symptomen und Funktionsstörungen:
- Schmerzen über ausgedehnte Körperareale oder Ganzkörperschmerz, mehr als 3 Monate.
- Leistungsknick.
- Gestörter Nachtschlaf mit morgendlichem Unausgeruhtsein, leichte Ermüdbarkeit.
- Bei Daumendruck von 4 kp deutlich vermehrte Schmerzempfindlichkeit an mindestens 11 der 18 definierten Tenderpoints (Tenderpointkriterium des American College of Rheumatologie).
Zusätzlich werden eine Vielzahl der folgenden funktionellen und vegetativen Begleitbeschwerden begklagt:
- Herz- und Atembeschwerden.
- Colon irritabile (Magen-Darm-Beschwerden).
- Unregelmäßigkeiten der Menstruation.
- Gehäuftes Wasserlassen.
- Neigung zu Kreislaufdysregulation und Schwindelerscheinungen.
- Vermehrte Neigung zum Schwitzen.
- Gehäufte kalte Füße und Hände.
- Zittern der Hände.
- Schwellneigung der Finger.
- Gehäuft Allergien.
Kaltes Wetter, laute Geräusche, Überanstrengung und Stress verstärken die Symptome der Fibromyalgie. Bei den Fibromyalgie -Patienten überwiegen Frauen im Verhältnis 85 zu 15 deutlich gegenüber Männern.
Das Fehlen von überprüfbaren diagnostischen Fakten ist für die Patienten oft schwer zu verkraften, so dass die Betroffenen sich oftmals als "Simulanten" oder "Rentenjäger" diskriminiert fühlen.
Die Ursache der Fibromyalgie ist unklar. Wahrscheinlich stellt die Erkrankung eine Reaktionsform des Organismus auf unterschiedliche Reize dar. Langandauernder familiärer, beruflicher oder sozialer Stress führen zu einem Überforderungssyndrom mit veränderter Selbstwahrnehmung und möglicherweise Störung von neuroendokriner Regulation in unterschiedlicher Ausprägung.
Weitere Informationen zur Therapie finden Sie unter: www.fibro-my-algie.de
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Schmerzerkrankung - Morbus Sudeck
Beim Morbus Sudeck handelt es sich um eine schmerzhafte Ernährungsstörung (Dystrophie) und Atrophie (Schrumpfung) der Haut, Muskulatur und Knochen an den Armen oder Beinen mit einem entsprechenden stadienhaften Verlauf.
Morbus Sudeck - Ursachen:
Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Morbus Sudeck sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Erkrankung tritt meist nach einer Verletzung oder Operation an den Extremitäten auf.
In seltenen Fällen wird ein Morbus Sudeck auch infolge eines Schlaganfalles, eines Herzinfarktes oder Nervenerkrankungen, manchmal auch ohne auslösende Ursache, beschrieben.
Es wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Fehlregulation des vegetativen Nervensystems (nicht vom Willen beeinflussbares Nervensystem) handelt.
Auch wird eine lokale Entzündungsreaktion an den Nerven als Ursache diskutiert.
Psychische Symptome wie Ängstlichkeit, Depressivität und Labilität treten gehäuft im Zusammenhang mit dem Morbus Sudeck auf, wobei diese Symptome nicht Ursache, sondern Folge der Erkrankung sind.
Morbus Sudeck - Symptome:
Vom Morbus Sudeck ist meistens ein Gelenk, bevorzugt Hand oder Fuß, seltener Schulter, Hüfte oder Knie, betroffen.
Neben ausgeprägten Bewegungsschmerzen können brennende Ruheschmerzen, Berührungsempfindlichkeit, Mindergefühl der Haut, schmerzhafte Berührungsempfindlichkeit, Koordinationsstörungen und/oder eine Bewegungseinschränkungen vorliegen.
Veränderungen an der Haut – wie Schwellung, Rötung, Überwärmung oder verminderter bzw. vermehrter Haarwuchs – sowie Gewebsschwund an Haut, Unterhaut, Muskeln und Nägeln sind fast immer als Spätfolge vorhanden.
Prinzipiell lässt sich der Krankheitsverlauf in 3 Stadien einteilen: Weitere Infos zur Diagnose und Therapie erhalten Sie hier: www.schmerzerkrankung-1.de/morbus-sudeck/
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Schmerzerkrankung - Osteoporose
Die Osteoporose stellt eine der wichtigsten Rückenschmerzursachen dar.Die vorliegenden Ausführungen sollen Grundwissen über das klinische Bild der Osteoporose, deren Ursachen und Möglichkeiten zur Verhinderung und Behandlung vermitteln.
Oft rückt eine Erkrankung erst dann in das zentrale Scheinwerferlicht der Aufmerksamkeit, wenn man selbst, ein Familienmitglied oder ein Freund betroffen ist.
Ein junger Mensch kann sich erfahrungsgemäß schwer vorstellen, jemals an einer Osteoporose zu erkranken. Auch im fortgeschrittenen Alter hört man Argumente wie: "Das kann mir nicht passieren, ich habe doch noch niemals Probleme mit meinen Knochen gehabt." Und genau das ist das Problem. Die Osteoporose ist eine heimtückische Erkrankung, da sie vom Betroffenen anfangs unbemerkt, langsam und stetig, am Knochen nagt, bis schließlich, ohne dass ein adäquates Trauma vorliegen würde, die erste Fraktur entsteht und damit die Erkrankung demaskiert wird.
An Osteoporose kann jeder Mensch erkranken, unabhängig von Geschlecht und Alter. Meistens beschreibt man die Osteoporose der Frau, aber 25 % aller Osteoporosefälle und Frakturen treten bereits beim Mann auf und auch Kinder sind nicht verschont.
Osteoporose stellt heutzutage eine globale Volkskrankheit dar, obwohl sie durch korrekte Behandlung und Vorbeugung häufig vermieden werden könnte.
Dementsprechend hat die Weltgesundheitsorganisation die Osteoporose zum zweitschwersten Gesundheitsproblem, neben den Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erklärt.
Definition der Osteoporose
Die Osteoporose beruht auf einer stark negativen Knochenbilanz. Es kommt zum Substanzverlust, d. h. Minderung des Knochenmineralgehaltes und Zerstörung der Knochenarchitektur. Daraus resultiert das erhöhte Frakturrisiko.
Das Hockermodell macht
die Bedeutung der Mikroarchitektur für die Festigkeit des Knochens gut
verständlich.
Eine Abnahme der Querverstrebungen zwischen den Hockerbeinen führt zur
drastischen Reduktion der Hockerbelastbarkeit.
Bei der Osteoporose kommt es zu einer Abnahme der horizontalen Querverbindungen
(Trabekel) im Knochengefüge. Aus dieser verminderten Vernetzung zwischen den
vertikalen Trabekeln resultiert (analog zum Hockermodell) eine dramatische
Reduktion der Trabekelfestigkeit, der Knochen frakturiert.
Bereits eine geringe Zunahme der Knochenmasse durch geeignete Therapie führt zur Verbesserung der knöchernen Mikrostruktur und dadurch zur Minderung des Frakturrisikos.
Ausführliche Informationen zur Diagnose und der Therapie
erhalten Sie hier:
www.1-ruecken-schmerzen.de/osteoporose/
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Schmerzerkrankung - Rückenschmerzen
"Rückenschmerzen" ist keine einheitliche Krankheit bzw. Diagnose, sondern eine Symptombeschreibung, die durch unterschiedliche Faktoren verursacht sein und unterschiedliche Verläufe nehmen kann, weshalb sehr differenzielle, multimodale Behandlungsformen und Therapien im Bereich der Rehabilitation erforderlich sind.
Mehr als 50 % aller Erwachsenen leiden während ihres Lebens irgendwann an Rückenschmerzen. Zumeist sind die Verläufe akut. Treten die Rückenschmerzen jedoch vermehrt auf, spricht man von einem rezidivierenden Verlauf, der durch unterschiedlich lange schmerzfreie Intervalle gekennzeichnet ist. Wird er dauerhaft, handelt es sich um persistierende Rückenschmerzen, die zumeist durch äußere und innere Belastungsfaktoren in seiner Art und Intensität moduliert werden.
Wenn die Störung länger als 6 Monate andauert, mit einer bedeutsamen Beeinträchtigung der Betroffenen einhergeht und bereits mehrere erfolglose Behandlungsversuche stattfanden, spricht man von chronischen Rückenschmerzen. Nicht immer muss die Beeinträchtigung mit körperlichen Veränderungen oder Schäden der Wirbelsäule zusammenhängen, sondern sie bezieht sich überwiegend auf Aspekte des Verhaltens, der Wahrnehmung und gefühlsmäßigen Verarbeitung.
Während man früher die Rückenschmerzen als unmittelbare Folge einer spezifischen organischen Störung betrachtete und nur darauf bedacht war, diese Ursache - oder sofern das nicht möglich war, durch Verabreichung von Schmerzmedikamenten (Analgetika) zumindest die Schmerzreaktion - zu beseitigen, belegen inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, dass in der Rehabilitation insbesondere den psychosozialen Prozessen beim dauerhaften Rückenschmerzen eine besonders große Bedeutung zukommt.
Die alleinige Fixierung auf medikamentöse oder gar operative Interventionen bei Rückenschmerzen hatte oftmals zur Folge, dass sich die eigenen Initiativen und Aktivitäten, sowie die inneren Kontrollüberzeugungen der Schmerzpatienten reduzierten. Nicht zuletzt, weil sich diese Maßnahmen in nicht wenigen Fällen langfristig als unbefriedigend für die Betroffenen erwiesen haben, zielt die moderne Schmerztherapie bei andauernden Rückenschmerzen in der Rehabilitation heute darauf ab, einem bio-psychosozialem Modell folgend, auch psychologische und soziale Faktoren zu berücksichtigen und in das Therapiekonzept mit einzubeziehen.
Zahlreiche Ergebnisse der interdisziplinären Schmerzforschung haben verdeutlicht, dass bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen nicht allein die Schmerzintensität den größten Anteil an der Beeinträchtigung der Betroffenen hat, sondern dass ihre Bewältigungsressourcen, die gedanklichen Bewertungen, die emotionale Verarbeitung, sowie das gelernte Schmerzverhalten wesentliche Determinanten darstellen, die auch in der Rehabilitation von Schmerzpatienten Berücksichtigung finden sollten.
So umfassen die Verhaltensbeeinträchtigungen bei Rückenschmerzen nicht nur Bewegungseinschränkungen z.B. beim Bücken und Heben in Folge einer Schwächung der Muskulatur (Atrophie) durch Schonverhalten, sondern auch den Rückzug aus verschiedenen sozialen Beziehungen in Familie, Freizeit und Beruf. Durch häufige diagnostische und therapeutische Interventionen und oftmals enttäuschende Behandlungserfahrungen resignieren zudem viele Schmerzpatienten mit Rückenschmerzen und entwickeln aus dem Gefühl der Hoffnungs- und Hilflosigkeit depressive Verstimmungen, die wiederum die Schmerzwahrnehmung verstärken.
Um die wechselseitige Beeinflussung von Rückenschmerzen, Schmerzbewältigung, Beeinträchtigung der allgemeinen Befindlichkeit und situativen Faktoren genauer untersuchen und behandeln zu können, wurden daher in der klinisch-psychologischen Forschung sog. transaktionale Schmerzkonzepte entwickelt. Weitere Informationen zur Therapie finden Sie unter: www.1-ruecken-schmerzen.de
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